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Vier Badener Bäckereien haben sich entschlossen, zur Badenfahrt 2007 das Spanischbrödli aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Zur Freude aller Feinschmecker werden fortan süsse und salzige Varianten des Spanischbrödlis angeboten natürlich und mit knusprig leichtem Butterblätterteig. Das Spanischbrödli kam aus dem unter spanischer Herrschaft stehenden Herzogtum Mailand bereits im 16. Jahrhundert über Süddeutschland nach Baden. Seine grosse Berühmtheit erlangte das Gebäck allerdings 1714 anlässlich des Badener Friedenskongresses zum spanischen Erbfolgekrieg. Weil im zwinglianischen Zürich Schlemmereien und Ausschweifungen verboten waren, machten sich die Dienstboten der vornehmen Zürcher Familien nachts zu Fuss auf nach Baden, um der Herrschaft die begehrte Leckerei so frisch wie möglich auf den Frühstückstisch zu bringen. Ab 1847 übernahm die erste Schweizer Eisenbahn, die «Spanischbrödlibahn», den Transport, um die Spezialität möglichst backwarm bei den Herrschaften abzuliefern. Im 20. Jahrhundert verlor das Spanischbrödli dann nach und nach an Präsenz und wurde schliesslich nur noch auf Bestellung hergestellt. Einen weiteren Lichtblick erfuhr das Spanischbrödli anlässlich des «Liechterwecke» am 24. November 2010. Hunderte von Kindern weckten mit ihren goldenen Glöcklein auf dem Badener Schlossbergplatz die einzigartige Weihnachtsbeleuchtung. Gross und Klein stürzten sich anschliessend auf die offerierten Spanischbrödli und genossen das feine Gebäck unter dem leuchtenden Lichtkunstwerk.
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